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Pfarre Klein-Engersdorf |
Einweihung des Klein-Engersdorfers Kirchenweges
"VIA SACRA"
Schöpfungssymbolik am Nationalfeiertag 2011 Anlässlich der Neugestaltung des Kirchenwegs vom Ort Klein-Engersdorf zur Kirche St. Veit schrieb die Gemeinde Bisamberg Anfang 2011 einen Ideenwettbewerb aus. Die Pfarre St. Veit nahm diese Einladung gerne an und schlug vor, dem Weg einen geistlichen Akzent zu geben. Der Kirchenweg nimmt als VIA SACRA (Heiliger Weg) den Gedanken der Schöpfung auf, dass unsere Welt nicht ein zufälliges Produkt ist, sondern Gottes Schöpfung bezeugt.
Die Feier begann um 9.30 beim Kreuz bei den 3 Linden - eine dritte Linde wurde kürzlich gepflanzt. Dies ist die 1. Station des Kirchenweges: eine Lichtsäule, welche die Erschaffung des Lichtes symbolisiert. Der Platz bei den drei Linden hat seit Jahrhunderten eine wichtige Bedeutung für die umliegenden Dörfer, weil die Bewohner auf dem Weg zur Kirche dort zusammengekommen sind. Die 2. Station stellt die Bedeutung des Wassers vor, der von Gott geschaffenen Grundlage allen Lebens. In der 3. Station spiegeln sich die Gestirne - Sonne, Mond und Sterne - und erinnern an den zyklischen Lauf irdischen Lebens in den Jahreszeiten, die von Gott geschaffene Ordnung des natürlichen Lebens.
Fotos
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Präsentation der
Gemeinde Bisamberg zur Eröffnung Um 10.00 Uhr feierten die Gläubigen der Pfarre St. Veit, welche die Orte Flandorf, Hagenbrunn und Klein-Engersdorf vereint, eine Festmesse zum Nationalfeiertag in der Pfarrkirche, zelebriert von P. Andreas. Das Christentum hat unser Land tief geprägt und es zu einer Blüte geführt, die sich in den kirchlichen Feiern in besonderer Weise zeigt. In der Kirche St. Veit, die nach der aufwendigen Renovierung 2006 im neuen Glanz erstrahlt, wird schon über 900 Jahre Gott angebetet und gemeinsam gefeiert. In seiner Predigt lud P. Andreas alle ein, Gott für die Freiheit Österreichs, den erfolgreichen Aufbau des Landes zu danken und um Gottes Schutz und Hilfe zu bitten: "Ich wünsche allen, die diese Heilige Straße gehen, egal welchen weltanschaulichen oder religiösen Hintergrund sie haben, die Fragen in ihr Herz zu lassen: Woher kommst du? Wohin gehst du? Welchen Sinn hat dein Leben?"
Die Stationen des Weges sind für Interpretationen bewusst offen gehalten: Sie können religiös interpretiert werden als Beschreibung der Schöpfung mit dem Ziel der Gottesverehrung in der Kirche, dem siebten Tag, der Vollendung in der Gemeinschaft mit Gott. Er schenkt den Gottesdienstbesuchern und den Besuchern des Friedhofs eine Einstimmung und lässt gerade in der schönen Landschaft zur Ruhe und zum inneren Frieden finden. Der neugeschaffene Weg kann aber auch an die naturwissenschaftliche Erklärung der Entwicklung des Lebens, die Evolution erinnern. Die Evolution steht nicht im Widerspruch zum Glauben, weil sie keine Aussage über den Ursprung des Lebens gibt, sondern eine Theorie zur Beschreibung der Entwicklung des Menschen, der Pflanzen- und Tierarten darstellt. So lädt der Weg Kulturinteressierte, Wanderer und Sportler zur Besinnung ein, auch wenn sie keinen religiösen Bezug haben. Das friedliche Zusammenleben ist uns etwas Heiliges. „Via Sacra“ („Heiliger Weg“) - es ist ein Weg, der oft nicht gerade ist, sondern von Umwegen, überwundenen Widerständen und Stolpersteinen gekennzeichnet ist. Frieden stiften ist Aufgabe aller. In der modernen Welt des Zusammenrückens der Zivilisationen und Kulturen soll deshalb die friedensstiftende Rolle der Religionen nicht außer Acht gelassen werden.
Fotos (Franz Stehlik) |