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Fronleichnamsprozession am 23. Juni 2011 Das Fest Fronleichnam ist ein äußeres Zeichen der lebendigen Kirche: Wir feiern die Gegenwart Christi, die er uns besonders deutlich und auf einzigartige Weise in der Eucharistie, der Kommunion, geschenkt hat. Als eines von wenigen Ländern in Europa hält Österreich den Fronleichnamstag als staatlichen Feiertag, um allen Gläubigen den Besuch der Prozession zu ermöglichen. Dieser Tag wäre nicht schul- und arbeitsfrei, wenn es nicht das katholische Fronleichnamsfest gäbe. In allen Pfarren wird Fronleichnam wirklich gefeiert. Die Bewohner der Orte Kleinengersdorf, Hagenbrunn und Flandorf trafen sich im Pfarrhofgarten zu einer Feldmesse und zogen anschließend durch den Ort Klein-Engersdorf, wo vier Altäre feierlich geschmückt waren. Dort wurde ein Stelle aus den Evangelien vorgelesen, zwei Priesterseminaristen, Klemens Schubert (Magdeburg) und Sebastian Stiewe (künftig in Paderborn), derzeit auf Freisemester in Wien, sangen die Fürbitten, P. Sebastian spendete den eucharistischen Segen für die Orte, aus denen die Teilnehmer der Prozession stammen. Die Blasmusik und die Chorvereinigung Hagenbrunn unter der Leitung von Josef Fischer unterstützten das Gebet der Gläubigen mit ihrem musikalischen Können. Die Kinder streuten einen besonders reichen Blumenteppich. Die Ministranten halfen beim Anlegen der priesterlichen Gewänder, heizten mit Begeisterung die Kohlen für den Weihrauch an, läuteten die Glocken als äußeres Zeichen der Verehrung des Allerheiligsten. Die Freiwillige Feuerwehr trug den Baldachin, unter dem die konsekrierte Hostie in einer kostbaren Monstranz getragen wurde. Die Fronleichnamslieder, die sich auf die theologischen Ausführungen des Hl. Thomas von Aquin stützen, drücken Dankbarkeit für die Gegenwart Jesus Christi in dieser Welt aus. "Fronleichnam" bedeutet im Mittelhochdeutschen: Leib des Herrn ("Frau und Fron" hießen Anfang des 2. Jahrtausends n.Chr. "Herrin und Herr", während die Geschlechtsbezeichnung "Weib und Mann" war, "Leichnam" bedeutete den lebenden "Leib, Körper"). Wir sollen Gott nie aus den Augen verlieren, der unsichtbar, aber bemerkbar gegenwärtig ist und auf unsere Antwort wartet. Die Eucharistie erinnert uns daran. Christus stärkt uns durch den Empfang der Kommunion. In dunklen Stunden schenkt der Glaube Kraft. Die freudigen Momente werden durch den Glauben umso kraftvoller und klarer. "Brot vom Himmel hast Du uns gegeben, das alle Süßigkeit in sich enthält." Fotos (Franz Stehlik) |