Das Moskauer Nonnenkloster zum Hl. Johannes dem Täufer

   
 
Das Johanneskloster, dessen erste Erwähnung in das 15. Jahrhundert zurückreicht, wurde nach langen Jahren der Zweckentfremdung durch die Kommunisten in den 1990 Jahren ausgehend von der Nachbarpfarre wiederbesiedelt. Junge und ältere Frauen wollten ihr Leben Gott weihen und schlossen sich der kleinen Gemeinschaft an, die heute etwa 20 Mitglieder zählt.
Der russisch-orthodoxe Frauenkonvent ist in einem Teil des ursprünglichen Klosters untergebracht. Die Kirche wurde den Nonnen zurückgegeben, ein Großteil der Gebäude beherbergt noch immer eine Polizeiakademie des Innenministeriums.
Die Schwestern sind auf Spenden angewiesen und leben äußerst bescheiden auf engem Raum zusammen. Auf der Website des Klosters www.ioannpredtecha.ru sind Aufnahmen aus dem Leben der Nonnen als Videoreportage zu sehen. 2010 wurde vom deutschen Fernsehen eine Dokumentation über das Leben der "neuen Nonnen von Moskau" gedreht (die DVD ist in der Pfarrkanzlei von Enzersfeld erhältlich).
Im Zuge der Pfarrwallfahrt 2010 besuchten 20 Pilger aus den Pfarren Enzersfeld und Klein-Engersdorf die Schwestern und überbrachten Spenden für den Wiederaufbau des Klosters. Kaplan P. Sebastian Hacker OSB hält Kontakt mit den Nonnen.
Spenden können über die Pfarrkanzlei Enzersfeld überwiesen werden.
 
Aus dem Pilgerbericht 2010: "Beim Kreml trafen wir eine Nonne, Schwester Ilarija, aus dem Kloster Johannes des Täufers. Sie lud uns ein, im Kloster bei Tee und Moskauer Spezialitäten, die die Nonnen selbst herstellen, zu entspannen. Sie erzählte uns von der Geschichte des Klosters, den Schwierigkeiten am Anfang des 20. Jahrhunderts, die zur Schließung des Klosters und zur Umfunktionierung in ein Konzentrationslager und eine Polizeikaserne führten. Voll Freude erzählte sie aber auch vom Wiederaufbau und der Wiederbelebung, die das Kloster in den letzten Jahren erfährt – man hat das Gefühl, dass eine besondere religiöse Kraft in die Orthodoxe Kirche fließt, die die Menschen wahre Wunder im Wiederaufbau vollbringen lässt."