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Pfarre
Klein-Engersdorf
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Heilige Festmesse am 31. August 2008
zum 900-Jahr-Jubliäum der Pfarrkirche St. Veit
Mutter von 17 Ortschaften

Im Jahr 1108 wurde die Pfarrkirche St. Veit in
Klein-Engersdorf das erste Mal urkundlich erwähnt. Heuer feierte die
Pfarre mit ihren drei Orten
Flandorf, Hagenbrunn und Klein-Engersdorf das
900-Jahr-Jubliäum. Damals, am Beginn des 12. Jh. gehörten 17
Ortschaften zur Pfarre St. Veit, die nach und nach selbstständig
wurden (Stammersdorf, Strebersdorf, Enzersfeld u.a.). Heute steht die
Kirche an der Grenze von zwei politischen Gemeinden, die sie verbindet:
Hagenbrunn und Bisamberg, zu dem Klein-Engersdorf gehört. Deshalb kamen
zum Fest auch beide Bürgermeister.
Bemerkenswert waren auch die Worte der
Festansprache, die der Hagenbrunner Bürgermeister OKR Ernst Fischer
fand: „Es war die
Geistlichkeit, die diese Region urbar machte und das kulturelle Leben
neben dem religiösen gestaltete.“ Er führte es auf den tiefen
Glauben der Bewohner an Gott zurück, dass sie immer wieder nach den
schwierigsten Zeiten von
Neuem begannen: zwei Türkenbelagerungen mit den militärischen Lagern in
unmittelbarer Nähe, Pest, Epidemien, Naturkatastrophen und der heftige
Kampf um Wien mit dem folgenschweren Einzug fremder Truppen zum Ende des
Zweiten Weltkriegs.
Im Wandel der Zeit bleibt eines
gleich: der christliche Glaube und seine Werte. Genau in diese
Richtung predigte bei der Festmesse Dir. Mag. P. Johannes Jung OSB,
Administrator des Schottenstiftes. Die Wiener Benediktinermönche
stellen seit über
400 Jahren fast durchgehend alle Seelsorger vor Ort. Davor gehörte die
Pfarre zum Kloster Vornbach am Inn. „Die ganze Welt
zu gewinnen, ist
nicht das Lebensprogramm der Christen, sondern das Leben zu gewinnen,
das ewig ist.“ P. Johannes bezog sich auf das Evangelium von der
Nachfolge Christi (Mt 16). Für Christus etwas tun, für Ihn etwas
aufbauen, den Menschen den Zugang zu Christus öffnen – dieser Wunsch
wächst aus der Begeisterung des Christen. Aus dem inneren Feuer des
Glaubens kann sich die Welt verändern. Die Kirche ist ein Ort, wo
dieses geistliche Feuer aufbewahrt und weitergegeben wird.
Dass die Kirche nicht nur aus 900
Jahre alten Steinen besteht, zeigt der zahlreiche Besuch der Gläubigen:
von der Schar der jungen Ministranten bis zu den zwei Organistinnen, die
schon 60 Jahre ihren Dienst tun. Die Chorgemeinschaft Hagenbrunn
gestaltete musikalisch die hl. Messe (Festprogramm), bei der auch der ehemalige
Pfarrer P. Albert Winkler OSB und der Dechant des Dekanats
Korneuburg, Pfarrer von Langenzersdorf Mag. Franz Majca CanReg
konzelebrierten. Bei der anschließenden Agape auf dem Kirchenplatz
spielte die Musikkapelle Hagenbrunn. Der Pfarrer
und Prior des
Schottenstifts P. Andreas Steinhauer OSB betonte die Bedeutung der guten
Zusammenarbeit mit den
Gemeinden von Hagenbrunn und Bisamberg bei der Finanzierung der
Kirchenrenovierung, die vor vier Jahren abgeschlossen wurde. In
besonderer Pracht erstrahlen auch die barocken Bilder der Kirche, die
nach dem Kunstraub im Jahr 1974 und der Lagerung in einem Salzbergwerk
in erbärmlichem Zustand waren. Vielen privaten großen und kleinen
Spendern und der tätigen Mithilfe von Pfarrmitgliedern ist es zu
verdanken, dass die Kirche innen und außen zügig renoviert worden ist –
obwohl heute noch nicht alle Schulden bezahlt sind.
Der heilige Veit möge die wachsende
Pfarrgemeinde mit seiner Fürbitte weiter begleiten. Er möge
Alteingesessenen wie Neuzugezogenen helfen, nie auf Gott zu vergessen
und auf Ihn alle Hoffnung zu setzen!
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